Lecker Eierlikör selbermachen – Oma’s Rezept mit Rum

von JaLiRa
0 Kommentare
Dir gefällt die DIY-Idee? Dann sage es bitte weiter:
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 5,00 von 5, 3 Bewertungen.
Loading...

Eierlikör ist ja nicht Jedermanns Sache und hat zudem noch das Image vom „Betagte-Damen-Getränk“. Aber ganz ehrlich, selbstgemachter Eierlikör – so wie ich ihn von meiner Oma kannte – ist einfach der Hammer. Das gekaufte Zeugs ist mir persönlich viiiiieel zu süß, zu künstlich gelb und die kleine kaufbaren Flaschen sind mir auch schlicht weg zu teuer. Wer schon eine Weile hier mit liest, weiß auch, dass ich für meinen Latte Macchiato gerne Amaretti selber mache und da bleiben immer Eigelb übrig. Also war mein Ehrgeiz geweckt, daraus den für mich leckersten Eierlikör zu kreieren.

Ausgangpunkt war also Oma’s Rezeptbuch. Da gab’s nen Eierlikörrezept mit Rum, welches ich aber leicht abgeändert habe. Mein Eierlikörrezept passt jetzt perfekt zu meinem Amaretti Rezept und ich kann so alle Zutaten restlos verwerten. Du kannst den Eierlikör einfach pur trinken, zum Eis dazu geben, als Topping für eine Torte verwenden oder oder oder.

In meinem Eierlikör sind keine zusätzlichen Konservierungsstoffe enthalten, aber er hält sich im Kühlschrank bedenkenlos einige Monate. Der Rum wirkt da hervorragend als natürliches Konservierungsmittel und meine letzte Ration war nach einem halben Jahr noch immer voll genießbar! So lange hält sich allerdings ganz selten eine Flasche 😉 und deshalb legen wir mal los …


Für den Eierlikör benötigst Du folgendes

  • 2 Eigelb
  • 60g Puderzucker oder alternativ Xylith*
  • 90ml Kondensmilch mit mind. 7,5% Fett
  • 2g Vanillezucker
  • 65ml brauner Rum 54% Alk.
  • Handrührgerät
  • Bügelflasche
  • Lebensmitteltrichter*
  • Thermometer*
  • Simmertopf*
  • ggf. Etikett zum Aufkleben auf die Flasche
Sebstgemachter Eierlikör ist einfach nur lecker!

Und so stellst Du den Eierlikör her

Schritt 1 – Schaum schlagen

Du gibst die zwei Eigelb und 2g Vanillezucker in ein hohes Gefäß und rührst sie mit dem Handrührgerät schaumig. Das dauert eine Weile, aber lass Dir ruhig etwas Zeit. Je länger Du hier rührst, umso cremiger wird später der Likör.

Schritt 2 – Langsames Unterheben

Jetzt füllst Du den eben geschlagenen Schaum in eine Schüssel um und hebst vorsichtig den Puderzucker unter. Das geht gut mit einem Holzlöffel, mit so einem Loch in der Mitte. Falls Du auf Kalorien bzw. den glykämischen Index achtest, kannst Du alternativ Xylith* verwenden. Allerdings musst Du das Xylith zuvor noch im Mörser klein mahlen.

Sobald der Zucker untergehoben ist, gibst Du noch die Kondensmilch hinzu und anschließend den Rum. Wenn dein Likör etwas mehr oder weniger alkoholisch sein soll, dann kannst Du entsprechend das Verhältnis von Kondensmilch und Rum anpassen.

Schritt 3 – Erhitzen

Die Mischung füllst Du um in den Simmertopf* und erhitzt es unter ständigem Rühren langsam bis es schön cremig wird. Ganz wichtig: Die Masse darf nicht kochen, muss aber wegen des Salmonellenrisikos auf mind. 70° erhitzt werden. Ich habe zur Kontrolle ein Bratenthermometer* verwendet. Das kann die ganze Zeit im Topf verbleiben und da sich die Masse nicht von einer Sekunde auf die andere dramatisch ändert, stört die Trägheit eines gewöhnlichen Bratenthermometers auch nicht.

Schritt 4 – Abfüllen

Den Likör füllst Du, wenn er noch warm ist, über den Lebensmitteltrichter in Deine bereitgestellte Flasche ein. Meine Flasche hat ein Fassungsvolumen von 300ml und ist perfekt für dieses Rezept. Wenn Du mehr davon machst, dann brauchst Du eine größere Flasche oder halt mehr Flaschen.

Tipp: Mach die Flasche nicht ganz voll. Der Likör wird im Kühlschrank noch fester und häufig muss man Rum oder Kondensmilch auffüllen, damit das gute Zeugs auch wieder aus der Flasche kommt.

Schritt 6 – Genießen

Der Eierlikör ist trinkfertig, sobald er abgekühlt ist. Ich selber lasse ihn gerne im Kühlschrank 1-2 Wochen reifen und meine er schmeckt dann besser.

Genieße deinen selbstgemachten Eierlikör zu Kuchen oder Gebäck. Lecker!

Und noch der Klugscheißerabsatz: Wusstest Du, dass Eierlikör in und um Ostfriesland auch Klötenköm genannt wird? Als ich damals im Studium das erste Mal das Wort höre, wusste ich sofort was gemeint ist. Und jetzt kommt’s: Was meinst Du – was meinen die Friesen mit Knallköm?

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld.

*

Ich stimme zu.

* Mit der Nutzung des Formulars erklärst Du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch die Webseite einverstanden.

Dir gefällt vielleicht auch

Um unsere Webseite für Dich optimal zu gestalten, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmst Du der Verwendung von Cookies zu. Okay, her mit den Keksen. Mehr erfahren