Seifenreich – von den Experten lernen und inspirieren lassen

von JaLiRa
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Seit erst kurzer Zeit bin ich ja Fan von Naturseifen. Zu der Erkenntnis, dass Naturseifen einfach was tolles sind, bin ich ja eher zufällig gekommen, als ich mal bei Elke zu Besuch war. Das Gefühl beim Hände waschen war so ungewohnt gut, einfach sauber, gepflegt und gleichzeitig eingecremt, dass mein Interesse geweckt war, solche Seifen für mich auch selbst herzustellen.

Je mehr ich darüber lese, umso überzeugter bin ich von der grundsätzlichen Idee. Ich kann durch die Auswahl der Zutaten die Qualität maßgeblich beeinflussen und gleichzeitig reduziere ich Haushaltsmüll und Mikroplastik in kosmetischen Produkten.

Aber jetzt kommts: Seife sieden ist eine echte Kunst. Das handwerkliche Tun ist das Eine – kann man aber nach einer guten Anleitung und Einweisung schnell erlernen. Wenn man allerdings eigene Rezepte kreieren möchte, dann gehört sehr viel Wissen und auch Erfahrung dazu. In den letzten Wochen und Monaten habe ich viel gelesen und auch ausprobiert. Vieles davon ist zum Glück gelungen 🙂 .

Aber als eine Freundin mir erzählte, dass ihre Cousine eine eigene Seifenmanufaktur hat, war ich gleich neugierig. Was für Seifen stellt sie her? Was sind bewährte Zutaten? Worauf legen Experten beim Seife sieden Wert? Und gestern war es soweit – Michaela und Volker von der Seifenmanufaktur Seifenreich haben ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert. Am Ende des sehr lehrreichen Nachmittages bin ich mit vielen neuen Gedanken und Ideen nach Hause gefahren. In der nächsten Zeit brummt meine private Seifenküche und so wird es hier im Blog das eine oder andere Seifenrezept geben. Wer nicht so lange warten möchte, kann sich ja zwischenzeitlich mal bei Seifenreich umschauen.

Seifenreich - hier gibt es viele Naturkosmetikprodukte

Was für Seifenarten unterscheiden die Experten?

Zugegebenermaßen ist für Seifenneulinge die Vielfalt an Seifensorten ziemlich verwirrend. Da fliegen einem Begriffe wie Duschseife, Küchenseife, Putzseife, Rasierseife, Haarseife und und und um die Ohren und so richtig versteht man die Unterschiede zu Anfang nun wirklich nicht.

Interessant fand ich die ganz einfache Unterteilung der Seifenreich-Seifen, orientiert an der Überfettung und der Rezeptur, in

  • Basisseifen (für Haut und Haar mit Überfettung bis zu 15%)
  • Seifen ohne Duftstoffe (für die Dufstoffallergiker und Puristen)
  • Duschbuttern (hohe Überfettung bis zu 30%)
  • besondere Seifen (Haarseifen, Rasierseife, Salzseife, Fußseife, Gärtnerseife, …)

Besonders lange haben wir über Haarseifen gesprochen. Das sind vermutlich die Seifen, wo Frau und Mann länger nach der optimalen Seife suchen, aber auch die Umstellung von herkömmlichen Shampoo aus der Flasche auf Seife recht lange dauert. Das dauert schon mal bis zu einem halben Jahr … durchhalten ist hier angesagt! Wichtig ist aber auch die saure Rinse nach dem Haarewaschen, sofern man kalkhaltiges Wasser hat.

Haarseifen von Seifenreich für verschiedene Haartypen

Und wie bewahrt man Seife am besten auf?

Das war für mich bisher ja echt ein Thema. Seifenschalen hatte ich noch nie, da ich bisher Flüssigseife in Spendern verwendete. Außerdem war ich mir auch nicht sicher, ob eine Seifenschale die optimale Aufbewahrung ist. Schließlich liegt die Seife dann ja doch mal im Wasser. Und je feuchter eine Seife aufbewahrt wird, umso schneller verbraucht sie sich leider auch.

Die Seifenexperten empfehlen und nutzen selbst zwei ganz andere Dinge zur Aufbewahrung der Seife. Das erste ist ein magnetischer Seifenhalter*, der auf allen glatten Flächen mit einem Saugnapf angebracht werden kann. Seifen von bis zu 150g werden damit mühelos in allen Lagen gehalten und können so optimal trocken. Ich selber finde das auch eine optisch schöne Lösung. Die meisten Naturseifen sind doch auch ein toller Hingucker und so lenkt eine olle Seifenschale nicht von der eigentlich schönen Seife ab.

Seifenreich empfiehlt die Aufbewahrung der Seife mittels Seifenhalter

Die zweite Empfehlung zur Seifenaufbewahrung war Luffa Schwamm*. Luffa ist rein pflanzlich und wird aus dem faserigen Teil des Schwammkürbis gewonnen. Da Luffa nicht schimmelt und außerdem bei 60°C waschbar ist, eignet es sich hervorragend zur Aufbewahrung von Seifen, die nicht ständig in Benutzung sind.

Für seltener benutzte Seife kann auch ein Lufa Schwamm genutzt werden.

Und wie geht es jetzt auf Bastelrado mit dem Thema Seifen weiter?

Der gestrige Austausch mit den Seifenreich-Inhabern hat mich nochmals bestärkt. Naturseifen sind etwas ganz tolles und ich möchte sie nicht mehr missen. Das sanfte aber durchaus reinigende Gefühl bei der direkten Benutzung, der tolle Geruch und die Pflege der Haut sind soviel besser als alles herkömmliche im Drogeriemarkt erworbene Seifenkrams.

Seifenendstücke der Seifenmanufaktur Seifenreich

Und deshalb werde ich weiter machen. Es gibt noch so viel zu lernen und zu experimentieren und das ist genau mein Ding. Etwas schönes für den Alltag selber herstellen und ganz nebenbei sich selbst und der Umwelt etwas Gutes tun! Durch den Austausch mit den Michaela und Volker habe ich jetzt eine noch bessere Vorstellung welche Zutaten und Düfte ich mag und ich kann es kaum erwarten mit meinen neuen Ideen loszulegen. Ich werde mich jetzt endlich mal an Duschseife wagen. Die wird eine höhere Überfettung haben als meine bisher hergestellten Seifen. Im obigen Bild seht ihr ein paar Seifenendstücke, die als Mitgebsel und Inspiration dienen. Und manche Seifen duften so herrlich z. B. nach Zimt oder Kaffee, dass man direkt reinbeissen möchte …

Wie sieht’s bei euch aus? Nutzt ihr feste Seife? Habt ihr Seife schon mal versucht selbst herzustellen? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

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