Tippi – DIY Anleitung für ein Kinderzelt

von JaLiRa
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Es ist noch immer Corona und so langsam bin ich echt auf der Suche nach neuen Ideen unsere Mini beschäftigt und gefordert zu halten. Da stieß ich im Netz auf so wunderschöne Kinderzelte oder auch Tippi genannt und passende Bau-Nähanleitungen dazu. Ich stellte mir vor, dass unsere Mini im Tippi spielt, ihre Bücher anschaut oder Musik hört und sich einfach rundum wohlfühlt. Mein schneller Check der Materialien ergab, dass ich vieles zu Hause hatte und den Rest konnte ich zu guten Preise online ordern. Vielleicht geht es dir ja genauso.

Und da es bereits so viele Anleitungen im Netz gab, sollte hierzu eigentlich gar kein Post von mir kommen. Aaaaaaaber, nach der ersten Einweihung des Tippi durch unsere Mini stellten wir fest, dass wir mehr Robustheit fürs Tippi brauchen. Unsere Mini hat durch relativ wenig Bewegung im Tippi das ganze Teil ins Wanken gebracht. Die Schwachstelle haben wir entlarvt und existierende Anleitungen erweitert, damit das Tippi stabiler wird. Entweder war ich also zu wenig begabt dass Tippi standfest und sicher aufzubauen oder viele andere Eltern haben Kinder, die deutlich weniger stürmisch sind als unsere.

Deshalb kommt hier also meine Version eines Tippi. Und damit Du das Kinderzelt in allen erdenklichen Größen herstellen kannst, gibt es weiter unten das kostenfreie Sheet zur Berechnung zum downloaden. Das ganze ist kein schnelles DIY, aber ein sehr sinnvolles und einfaches (auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht).


Das benötigst Du für ein Tippi

Das benötigst Du für ein Tippi

Materialien für das eigentliche Tippi:

  • 5 Holzstäbe* (Länge abhängig von der Höhe des Tippi)
  • fester Stoff, z. B. dieser Canvas* oder feste Baumwolle (Menge abhängig von der Größe des Tippi)
  • Kunstleder*
  • Nägel
  • Berechnungssheet (wenn es dir geholfen hat, dann freue ich mich über einen netten Kommentar)

Materialien für die Deko:

Equipment und Werkzeug:


Und so stellst Du das Tippi her

Schritt 1 – Konstruktion und ein bisschen Mathematik

Als ich zu Beginn meiner Recherche nach einem DIY-Tippi die vielen Anleitungen im Internet las, hat mir von der Größe immer irgendetwas nicht gefallen. Entweder war die Grundfläche zu groß oder die Höhe zu viel, nur vier statt fünf Ecken und so weiter. Also musste ich meine Geometriekennnisse aus längst vergangener Zeit reaktivieren. Der Aufwand hat sich aber gelohnt. Letzten Ende ist es nämlich sehr einfach, sich ein Tippi mit den perfekten Abmaßen selbst zu konstruieren.

Damit Du nicht selber anfangen möchtest, allgemeine Konstruktionsregeln herzuleiten, kannst Du dir hier mein Tippi-Template runterladen. Dort gibst du in den grünen Feldern einfach ein, wie viele Ecken dein Tippi haben soll, was die Länge vom Boden zu den obersten Enden der Holzstäbe, wie breit das Tippi ist, welchen Umfang deine Holzstäbe haben und mit welcher Nahtzugabe du nähst. In den gelben Feldern findest Du die Länge und Breite für deinen Stoffzuschnitt, perfekt zur gewünschten Größe. Wenn Du Spaß an Mathe hast, dann kannst Du das Template natürlich ignorieren und selber hirnen 😉 .

Die Angaben für mein Tippi siehst Du im folgenden Screenshot. In den grünen Zellen B2 bis B6 habe ich alles relevante eingetragen. Die Zellen B9 bis B12 ergeben, dass ich fünf Stoffteile zuschneiden muss, die 1,32m lang, unten 0,68m und oben 0,16m breit sind.

Gib hier deine gewünschte Tiipimaße ein. Der Rest wird automatisch berechnet.

Schritt 2 – die Holzstäbe bearbeiten

So, nachdem Du also deine Wunschmaße in das Excelsheet eingetragen hast, kannst Du auch schon die Holzstäbe auf die richtige Länge kürzen. Bei mir waren das fünf Stäbe mit der Länge 1,55m und zusätzlich noch 4 Stäbe mit einer Länge von 0,625m. Die vier kürzeren Stäbe habe ich später für die Stabilisierung benötigt. Diese werden quer zwischen die 1,55m langen Höhenstäbe geklemmt.

Kürze die Holzstäbe entsprechend der Höhe deines Tippi

Die Enden der Stäbe solltest Du noch unbedingt mit Schleifpapier entgraten und etwas abrunden. Das schützt dein Laminat, Parkett oder was auch immer du für einen Fußboden hast und dein Nachwuchs möchte sicherlich auch keinen Splitter im Finger haben. Im nächsten Foto siehst Du links den Holzstab vor dem Verschleifen, rechts danach mit abgerundeten Ende.

Runde die Kanten der Holzstäbe gut ab.

Als letzten Schritt bohrst Du im Abstand von 15cm vom oberen Ende jeweils ein Loch quer durch den Holzstab. Wozu erfährst Du im Abschnitt „Aufbau des Tippi“ weiter unten. Ich haben einen 5er Bohrer genommen und anschließend noch mit einem größeren Bohrer die obere Schicht angebohrt. Mit Sandpapier entfernst Du auch hier alle Splitter oder scharfen Kanten.

Bohre Löcher in die Holzstäbe deines Tippi

Schritt 3 – die Stoffteile zuschneiden und das Tippi nähen

Jetzt geht es endlich ans Nähen oder zumindest erstmal an den Stoffzuschnitt. Je nachdem wie viele Ecken dein Tippi haben soll, desto mehr oder weniger Stoffteile benötigst Du. Ich wollte fünf Ecken, also benötige ich fünf einzelne Stoffteile (das habe ich vom Schritt 1) . Damit Du beim Ausschneiden möglichst wenig Stoff verschenkst, zeichnest Du dir die Teile wie in der folgenden Zeichnung auf deinen Stoff. Falls Du kein ausreichend langes Lineal hast, macht das überhaupt gar nichts. Nimm einfach die Holzstäbe dafür.

Bei mir im letzten Stoffteil (Nummer 5) siehst Du auch den Eingang des Tippi. Bei dem schneidest Du bei der halben Breite zusätzlich einen Schlitz ein, in der Höhe wie dein Eingang sein soll. Da es alles gerade Schnitte sind, eignet sich ein Rollschneider perfekt. Auf einer Schneidematte sind die Stoffteile sehr schnell zugeschnitten. Klar geht es auch mit einer normalen Stoffschere, aber das wird bei so geraden Schnitten nie so genau und dauert einfach ewig.

Dann kann es losgehen mit dem Nähen. Ich habe als erstes alle Stoffteile aneinander genäht. Da war ich schon mal eine ganze Weile beschäftigt. Zum Zusammennähen legst Du zwei Stoffdreiecke rechts auf rechts aufeinander und fixierst die Stoffe mit den Stoffklammern. Stecknadel gehen auch, pieksen aber häufig und dauert länger.

Danach legst Du die Einsteckschlaufen für die Holzstäbe. Dazu nähst Du mit einem Geradstich, in Abstand des halben Stabumfanges eine möglichst gerade Naht. Lass dir etwas Zeit, damit die Naht wirklich gerade wird und du auch möglichst exakt den Abstand hältst.. Ich selber habe hier das erste mal verstanden, warum diese mit cm Angaben versehene Stichplatte meiner Nähmaschine so toll sein soll. Dort habe ich die Stoffkante angelegt, gut festgehalten und genäht was das Zeugs hält.

Jetzt musst du noch den oberen und unteren Rand doppelt nach innen umschlagen und auch wieder mit einem Geradstich zusammennähen. Wenn Du schon mal soweit gekommen bist, ist jetzt die höchste Zeit was für die Motivation zu tun. Bisher liest sich dass alles nicht so kompliziert, aber es dauert dennoch eine lange Weile … Im nächsten Bild habe ich das Tippi schon mal Probe angezogen 😉

So sieht das fast fertig genähte Tippi aus.

Das war der Moment, in dem mir klar wurde, wir hoch das Teil tatsächlich wird. Oder bin ich etwa klein?

Schritt 4 – Deko fürs Auge, Gemütlichkeit und Individualität

Wenn Du nach Deko für ein Tippi suchst, findet Du im Netz unglaublich viele Ideen. Angefangen von genähten Fenstern zum rausschauen, über Innenbeleuchtung nach dem Muster der Kugellampe bis hin zu Kissen in Form von Kuscheltieren. Ich selber bin ja eher für spartanische Deko und rede mir ein, dass unsere Mini das auch bevorzugt 😉 Beim Tippi habe ich es aber doch mal krachen lassen und hier kommen meine vier (!) Dekoideen.

Deko 1: Die Bommelborte um den Eingang

Der Eingang des Tippi brauchte dringend was Schönes. Vor meinem geistigen Auge hatte ich viele bunte Bommeln. Meinem ersten Instinkt die Bommeln selber machen zu wollen, schlug aber auch Zeitmangel entgegen. So begann nach einer Bommelborte zu suchen, die ich einfach annähen kann. Und siehe da – ich wurde fündig.

An den Eingang des Tippi nähst Du Bommelborte.

Die Höhe meines Tippieingangs ist 60 Zentimeter und so habe ich mir 2 Meter dieser Bommelborte bestellt und in kürzester Zeit geliefert bekommen. Mit den Stoffklammern habe ich die Borte am Stoff fixiert und zuerst nur mit einem Geradstich angenäht. Dann fiel mir auf, dass die Bommelbortenkante so leicht abstand. Und wie ich meine Mini kenne, fummelt sie an allem rum was nicht niet- und nagelfest ist. Also habe ich die Kante noch mit einem Zickzackstich am Stoff angenäht. Jetzt kann sie dran fummeln wie sie will; da kommt sie mit ihren kleinen Fingern nicht so schnell drunter. Auch hat die Borte eine schöne Farbintensität – nicht zu pastellig aber auch nicht zu schrill – und zu dem Preis kann man auch nix falsch machen.

Deko 2: Holzstabsocken stricken

Das zweite Dekoaccessoire sind die Holzstabsocken. Obwohl … Socke ist eigentlich nicht mehr die richtige Bezeichnung. Aber ursprünglich sollten das tatsächlich Socken werden und unten an den Holzstäben als Socke angezogen werden. Warum die da doch nicht landeten, erfährst Du im nächsten Abschnitt „Das Tippi aufbauen“. Letzten Endes sind es Mützchen geworden und die Teile stecken am oberen Ende der Holzstäbe.

Aber erstmal zum Stricken. In der nächsten Grafik siehst du die einzelnen Strickschritte.

So strickst Du die Holzstabsocken

Als erstes schlägst Du soviele Maschen an, dass die Socke später gerade so auf deinen Holzstab passt. Bei mir waren das 20 Maschen, was aber abhängig von der verwendeten Wolle, Größe der Stricknadel und dem Umfang der Holzstäbe ist. Die aufgenommenen Maschen habe ich gleichmäßig auf alle vier Nadeln des Nadelspiels verteilt. In Runden habe ich abwechselnd rechte und linke Maschen gestrickt. Dadurch entsteht ein Strickmuster, was leicht dehnbar ist. Nach ca. 4cm habe ich angefangen, Maschen abzunehmen. Dazu habe ich 2 Maschen zusammengestrickt, eine Masche normal gestrickt, wieder zwei Maschen zusammengestrickt, wieder eine Masche normal gestrickt und so weiter. Das ganze geht so lange, bis insgesamt nur noch vier Maschen übrig bleiben. Durch diese vier Maschen ziehst du den Wollfaden und vernähst diesen von innen. Fertig sind die Wollsocken … äh …. Mützchen.

Deko 3: eine Decke nähen

Ich wollte noch ne Decke, weil das irgendwie gemütlicher ist und falls es doch irgendwie doof läuft und die Holzstäbe übers Laminat wandern. Ich habe dann eine Weile drüber sinniert, ob ich irgendeine coole Deckenform nehme. Aber nein, ich habe es letzten Endes ganz einfach gehalten. Eine fancy Form hätte meines Erachtens nichts positives zum Tippi Design beigetragen, deshalb hat die Decke die gleiche Form wie die Grundform meines Tippi – ein Fünfeck.

Die Decke des Tippi nähst Du aus dem selben Material und einer Antirutschmatte.

Der Oberstoff ist derselbe wie das eigentliche Tippi. Auf die Grundgröße habe ich dazu einfach 15cm auf alle Seiten hinzu addiert. Die Decke hat noch zwei weitere Lagen. Auf der Unterseite ist eine Antirutschmatte zum Einsatz gekommen. Zwischen dem sichtbaren Oberstoff und der Antirutschmatte auf der Unterseite habe ich Volumenvlies verwendet. Sowohl die Antirutschmatte als auch das Volumenvlies ist auf allen Seiten 5cm größer als meine Tippigrundfläche.

Zum Zusammennähen der drei Lagen habe ich es mir ganz einfach gemacht. Den 10cm überstehenden Oberstoff habe ich zweimal nach unten geschlagen und mit einem Geradstich die Antirutschmatte und den Volumenvlies von unten an den Oberstoff genäht. Dazu habe ich knappkantig auf der Unterseite entlang genäht. Verriegeln der Naht am Anfang und am Ende nicht vergessen!

Deko 4: Kissen nähen

Trotz der Decke, fehlte mir aber noch immer der Kuschelfaktor im Tippi. Es ist noch immer Corona, und somit Zeitmangel da Kinderbetreuung und Job parallel, also sollten es schnelle Kissen werden. Ohne viel Schnickschnack.

Das schwedische Möbelhaus hatte jedenfalls nicht geöffnet, um günstige Kissen zu kaufen und so nähte ich sie selber. In meiner Stoffkiste hatte ich weißen Stoff für das eigentliche Kissen gefunden. Insgesamt hat es für drei quadratische Kissen gereicht. Einmal 30 x 30 cm und zweimal 20 x 20 cm.

Die Nahtzugabe ist 1cm und so brauchte ich zwei Stoffteile mit den Maßen 42 cm x 22 cm und eines 62 cm x 32 cm. Einmal mit einem Zickzackstich drum rumnähen, aber dabei eine ausreichend große Wendeöffnung lassen. Füllen kannst Du das ganze mit Füllwatte. Ich hatte noch Füllwatte von einem anderen großen, ungenutzten Kissen, was ich kurzer Hand recycelte. Und weil ich wieder mal etwas faul war, habe ich die Wendeöffnung einfach mit der Nähmaschine verschlossen. Das Kissen ist ja ohnehin im Bezug und so wollte ich die Zeit nicht investieren, eine unsichtbare Naht mittels Matratzenstich hinzuzaubern.

Als Inneneinrichtung des Tippi kannst Du schöne Kissen nähen.

Jedes Kissen bekam noch einen Kissenbezug, aus dem Stoff des Tippi. Bei Zusammennähen des Bezuges habe ich an jeder Ecke selbst gemachte Wollbommel eingenäht. Die offene Seite nach dem Nähen des Bezuges wollte ich nicht permanent verschließen und für Reißverschlüsse war ich zu faul. Was für nen Glück, dass ich immer Kam Snaps zur Hand habe. Farblich passend zur Bommelborte habe ich die Kissen mit den Kam Snaps verschlossen. Sieht ziemlich cool aus und ich kann die Bezüge schnell abziehen und waschen!

Schritt 6 – Aufbau und der Mini das Tippi vorstellen

So, in diesem Abschnitt kommt der entscheidende Unterschied meines Tippi zu den unzähligen anderen, die ich im Netz fand. Ich las in all den Anleitungen, dass ich nur die Holzstäbe in das Tippi stecken muss, durch die gebohrten Löcher eine starke Schnur durchziehen und anständig verzurren muss, und das Teil steht bombig fest. Bei uns gar nichts bombig fest … und ich habe echt viele Schnüre probiert: Paketschnur, Wolle, Lederriemen etc. Das Ergebnis war immer das selbe. Sobald die Mini den Eingang des Tippi passierte, fiel es zwar nicht um, aber es stand auch nicht mehr aufgespannt. Deshalb erweiterte ich den Plan, um das Tippi noch zu retten. Aber von Anfang an … die Holzstäbe in das Tippi stecken ist korrekt …

Ziehe durch die Löcher der Holzstäbe deine Schnur oder Wolle.

Als nächstes habe ich mich entschieden, die Wollfäden, die ich auch für die Wollsocken verwendet habe, durch alle Löcher der Holzstäbe zu ziehen, da es optisch zu den Socken passt und andere Schnüre auch nicht mehr zur Stabilität beitrugen. Dieses muss fest gezurrt werden. Damit das ganze stabiler wird, schlägst du es noch ein paar mal um die einzelnen Holzstäbe. Irgendwann sieht das aus wie im folgenden Bild.

Zurre die Holzstäbe deines Tippi mit der Schnur fest.

Ausreichend stabil war es für mich aber noch nicht. Deshalb habe ich aus den Resten der gekürzten Holzstäbe Querstreben in das Tippi eingebaut um doch noch ein stabiles Tippi zu bekommen. Die Frage war aber, wie ich die Querstreben fixiere. Ohne Spezialwerkzeug war also Kreativität gefragt. In einer meiner Stoffkisten fand ich noch Kunstlederreste, welches ich beim Schaukelpferd für unsere Mini verwendete. Die Idee ist, Schlaufen zu legen und so die Querstreben an dem Holzstäben festzumachen.

Aus Kunstleder legst Du Schlaufen für die Befestigung der Querstreben.

Dazu habe ich am Anfang und Ende jeder Querstrebe ein Stück Kunstleder genagelt. Länge war ca. 14cm, Breite ca. 2cm. Dieses habe ich mit insgesamt drei Nägeln an der Querstrebe befestigt. Das offene Ende des Kunstleders habe ich dann auf der gegenüberliegenden Seite angenagelt. Die Schlaufe darf maximal so groß sein, wie der Umfang der Holzstäbe ist.

Wenn Du an allen vier Quersterben passende Schlaufen befestigt hast, steckst Du die hochstehenden Holzstäbe rein und schon ist dein Tippi deutlich stabiler. Das sieht dann so aus, wie im nächsten Bild. Ich hätte die Querstreben auch verschrauben können, wollte ich aber nicht. Mir war wichtig, dass ich das Tippi im Handumdrehen abbauen und in eine Ecke stellen kann, wenn z. B. unser Paramecium* (Saugroboter, den wir diesen Namen gaben, weil er sich wie nen Pantoffeltierchen fortbewegt) das Zimmer saugt.

Verbaue Quersterben für dein Tippi für mehr Stabilität.

Der Bau des Tippi hat insgesamt schon ein paar Tage gedauert und so war des fertige Zelt unserer Mini bei der Einweihung nicht wirklich unbekannt. Bei der feierlichen Inbetriebnahme hat sie die Kissen erstmal komplett ignoriert, ist aber 27583 rein und raus gerannt. Am nächsten Tag fing sie schon an sich im Tippi zu verstecken und kurze Zeit später waren auch die Kissen voll der Hit. Heute ist sie da jeden Tag drin und ich nenne das Tippi jetzt liebevoll ihr erstes Eigenheim.


Und wie sieht es mit den Kosten aus?

Aber hat es sich tatsächlich gelohnt, ein Tippi selber zu machen, statt eines zu kaufen? Für die Kostenrechnung ignoriere ich meine Arbeitszeit, Kosten für Standardwerkzeug und Equipment und berechne lediglich die Materialkosten. Für das Tippi ohne Deko komme ich auf folgende Punkte:

  • 5 Holzstäbe 5 x 5,29€ = 26,45€
  • Stoff ca. 2m x 1,40m ca. 20,00€ (ich hatte noch Stoff und musste mir nichts neues kaufen. Der Preis ist realistisch, wenn ich es hätte neu kaufen müssen).
  • 2m Bommelborte: 3,79€
  • Wollreste: 1,00€ (auch hier musste ich nichts kaufen, sondern verwendete vorhandene Wolle. Deshalb mal ein fiktiver Preis.)
  • Kunstleder: 0,50€ (anteilig aber viel weniger. Ich hatte noch welches und so musste ich auch hier nichts neues kaufen.)
  • Antirutschmatte: 8,19€
  • Volumenvlies ca. 5€ (anteilig, da ich noch welches von der Patchworkdecke übrig hatte)

Somit komme ich für das Tippi inkl. der Decke auf einen Materialpreis von 69,03€, wovon ich aber nur 34,33€ ausgeben musste, da viele Materialien schon von anderen DIY zu Hause hatte. Ein vergleichbares Tippi (ohne Deko aber mit Decke) kostet online zwischen 80€ und 150€. Wenn Du also schon einiges an Material zu Hause hast, lohnt sich das Selbermachen nicht nur ideell sondern auch finanziell.

Freunde berichteten mir, dass ihre Kinder ebenfalls ein Tippi hatten und sehr lange (Jahre!) damit spielten. Kann das von euch jemand bestätigen? Habt ihr oder eure Kinder das Tippi ebenfalls abgöttisch geliebt? Ich freue mich jedenfalls über das Ergebnis und bin gespannt, was unsere Mini alles so in ihrem ersten Eigenheim anstellt.

So, und wer es bis hierher ausgehalten hat: Vielen, vielen Dank fürs Lesen. Und wenn Du jetzt auch ein Tippi baust, dann immer her mit einem Kommentar. Ich bin sehr gespannt auf Erlebnisberichte 🙂

Du möchtest ein Tippi bzw. Kinderzelt selber machen? Dann findest Du hier die kostenlose Berechnung und Anleitung.
Du möchtest ein Tippi bzw. Kinderzelt selber machen? Dann findest Du hier die kostenlose Berechnung und Anleitung.
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